1. Leitplanken fürs Leben 5 Ruhetag heiligen - 4. Gebot
    1. Hinführung
      1. Gott weiß um die Hektik unsderes Alltags. adrum hat er etwas Geniales eingeführt: -> einen Rastplatz
      2. 2. Mose 20,8-11: Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; 10 aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.

    2. Der Ruhetag im AT 3 Bedeutungen:
      1. 1. Sabbath = ausruhen ≠ Bezeichnung für EINEN konkreten Tag
        1. Sabbat = Atmen (Sprachwurzel von Seele)
          1. [2. Chron 36,21 - brach liegen, nichts tun]
          2. Sabbath = Brach liegen / NICHTS tun
        2. 2. Mose 16,26-29: Sechs Tage sollt ihr (Manna) sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. 27 Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts. 28 Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? 29 Sehet, der Herr hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage.
        3. 2. Mose 31,14-15: Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk. 15 Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem Herrn. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben.

      2. 2. Sabbat = Befreiung
        1. Zusätzliche Begründung = Befreiung aus EY = Heilsgeschichtliche Bedeutung
        2. 5. MOSE 5,(12-)15: Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der Herr, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.
        3. Hebräer 10,25-26: Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Zusammenkünften nicht fernbleiben, wie einige sich das angewöhnt haben, sondern dass wir einander ermutigen, und das umso mehr, als – wie ihr selbst feststellen könnt – der Tag näherrückt, ´an dem der Herr wiederkommt`. 26 Wenn wir nämlich, nachdem Gott uns die Wahrheit hat erkennen lassen, vorsätzlich und fortgesetzt sündigen, verwerfen wir damit das Opfer Jesu – das einzige Opfer, das Sünden wegnehmen kann.
        4. AT: Gott gibt den Sabbath, damit das Volk "die Chance hat" mit Gott zu leben: * Zeit zur Besinnung * Zeit zur Begegnung mit Gott * Zeit für Buße und Umkehr -> um auf Kurs zu bleiben -> ohne das, werden sie alles verlieren, sterben -> und sie haben alles verloren!
        5. NT: Wir brauchen den Tag, um mit Jesus leben zu können. Er hat für uns eine heilgeschichtliche Bedeutung, weil er uns aus dem Alltag nimmt und in die Gegenwart Gottes stellt!
        6. Sabbat / Ruhetag = Geschenk Gottes an den Menschen! = Ruheplatz, Erholung / Wiederbelebung (Tankstelle / Rastplatz)
        7. Ohne Ruhetag: - nur noch auf den Alltag reagieren möglich - kein agieren mehr, keine Kraft mehr, um mit Jesus im Alltag zu leben!
        8. Karl Barth: Sonntag ist Eingangsgebot und wichtigstes Gebot für alle Gebote, die mit den Menschen zu tun haben -> ohne Rast keine Kraft für alles andere!
        9. Die Todesstrafe auf das Gebot ist eine Warnung, dass unser Glaube, unsere Beziehung zu Gott, -> ohne den Ruhetag sterben wird!
        10. Wenn hier vom Sterben / geistlichen Sterben die Rede ist, wird deutlich, dass der Ruhetag auch eine ganz bestimmte Füllung braucht! -> die 3. Bedeutung des Sabbat:
      3. 3. Sabbat = HEILIG = frei für Gott zu halten
        1. Sabbat = Merkmal für ein heiliges Volk!
          1. Sabbat & Beschneidung => äußere Zeichen für die Welt, dass Israel das Volk Gottes ist! => Was waren die Makenzeichen des heiligen Volkes!
          2. Wie feiern die Juden den Sabbat? - beginnen mit Abendessen - nächster Tag: Bibellesen in der Synagoge - wer noch mehr wollte, konnte noch zusätzlich die Bibel studieren
            1. Zum Sabbat / Ausruhen gehört untrennbar die Heiligung! Denn...
            2. * ein heiliger Tag gehört Gott - ich habe kein Bestimmungsrecht über diesen Tag - Gott bestimmt über diesen Tag! -> darum kann ich diesen Tag nicht ohne Gott / -> nicht ohne Gemeinschaft mir anderen Gläubigen -> und darum auch nicht ohne Gottesdienst richtig heiligen! (Ausnahmen bestätigen die Regel)
            3. Einen Ruhetag ohne Zeit für Gott ist wie wenn: - ich mit leeren Tank an eine Tankstelle fahren - mir ein Eis kaufe -> aber keinen Sprit hole! Das kann nicht gut gehen!
            4. Darum steht auch im NT einiges über den Ruhetag - und wir bekommen einige Beispiele, wie wir ihn leben können:
    3. Der Ruhetag im NT
      1. Lukas 4,16: Und Jesus [...] ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen.
      2. Jesus ging selbstverständlich (nach seiner Gewohnheit) in die Synagoge
      3. Lukas 2,49: Und Jesus sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? Johannes 2,16: und Jesus sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!
      4. Jesus wusste, WO er zuhause war - und wie man sein Zuhause in Ordnung hält!
      5. Lukas 6,6: Es geschah aber an einem andern Sabbat, dass Jesus in die Synagoge ging und lehrte. Apostelgeschichte 17,2: Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten von der Schrift,
      6. Zum Ruhetag heiligen gehört selbstverständlich dazu, sich im Wort Gottes unterrichten zu lassen. Bibel ist eindeutig: Bei Jesus und in der ersten Gemeinde war das kein Thema!
      7. Ein Ruhetag ≠ Luxus = NOT-WENDIG-KEIT!
        1. Sonntag ist wie freier Tag auf Rezept, damit wir: - festlich mit unserem Gott feiern - uns geistlich reinigen - von den Zwängen des gottlosen Alltags Befreiung erfahren.
      8. nach Klaus Bockmühl: Das Gebot dient als Kritik unserer Lebensführung. Sind wir nicht oft so sehr mit unseren eigenen Aktivitäten beschäftigt, dass wir es schwierig finden, das Geschenk des Ausruhens zu akzeptieren? Das Gebot ruft uns aus der Jagd des Geldverdienens Befreit von der erbarmungslosen Forderung nach Karriere und dem Würgegriff der Angst Sabbat = Geschenk, dass uns frei machen soll vom Druck der Umstände / des Alltags! Sabbat ≠ nur Geschenk = auch Gebot: !! Wir müssen daran arbeiten !!

    4. Der Ruhetag und ich
      1. Meinen Sonntag gestalten:
        1. Bei Gott zur Ruhe kommen
          1. Der Ruhetag und die Gemeinde sind - der Ort - der Zeitraum, wo ICH Gott loben und lieben kann.
            1. Ist auch in der Woche möglich und nötig. Aber Sonntags im Gottesdienst ist der Ort, wo Gott seinen Segen bereit hält / uns segnen will!
            2. Am Ruhetag und in der Gemeinde habe ich etwas, was ich die ganze Woche nicht habe: * Lehre aus dem Wort Gottes (Predigt) * Ruhe und Zeit
        2. Klar Schiff machen (Sündenbekenntnis)
          1. Bild vom Schiff: klar Schiff machen = angesetzten Rost / Muscheln vom Schiffsrumpf abkratzten = Schiffsschraube vom Seetang befreien -> Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit
        3. Gemeinschaft mit anderen Christen
          1.  Gemeinschaft mit anderen Kindern Gottes !! Wo zwei oder drei .....!! -> einander die Sünden bekennen und -> füreinander beten! ->> Um frei zu werden! (Jak 5,16)
          2. War selbstverständlich in den Gemeinden: Im Brief von Plinius (Statthalter von Pontus und Bithynien) heißt es: Die Christen versammeln sich vor Sonnenaufgang (≠10:30!!) zum Gottesdienst, sie versprechen einandern, ein geheiligtes Leben zu führen und halten ein Mahl miteinander"
          3. Für die ersten Christen war das alles sonnenklar uns selbstverständlich!

      2. Gott will, dass wir vom Ruhetag profitieren
        1. Wir leben in einer kranken Zeit: - es gibt Kranke - es gibt Gesunde - es gibt Ärzte
          1. Christen sollen Ärzte sein, - die Kranke gesund machen und - Gesunde vor Krankheit schützen
          2. Um diese Berufung zu leben, brauchen wir den Ruhetag mit unserem HERRN
            Gott kennt unsere Welt - und wie sie tickt. Gott weiß, um dein Leben mit allen seinen täglichen Herausforderungen! Gott weiß, wenn Du in der Woche oft nicht so viel Zeit für dich findest! Dieser Gott * gibt dir einen ganzen Tag frei, um Zeit für ihn zu haben. * um Kraft zu tanken, damit du in dieser Welt mit ihm leben kannst Wenn Du das in den Wind schlägst, fehlt dir die Kraftquelle Gottes!
            Nimm das Geschenk Gottes an: - mache aus dem Ruhetag keinen Stresstag voller privater Termine! - lass dir den Segen Gottes im Gottesdienst nicht entgehen - und lerne es, den Tag zu feiern, indem du wirklich frei machst! Genieße den Ruhetag als freien Tag von und mit Gott! Feiere ihn - mit ihm!